Gefahrstoffe nach GHS, Gefahrstoffkunde

Das GHS (Glo­bal­ly Har­mo­ni­zed Sys­tem of Clas­si­fi­ca­ti­on, Label­ling and Packa­ging of Che­mi­cals) der Ver­ein­ten Natio­nen (UN) bil­det die Schnitt­stel­le zwi­schen Gefahr­gut­recht und Gefahr­stoff­recht.

GHS bie­tet eine welt­weit ver­ein­heit­lich­te Platt­form zur gefahr­stoff­recht­li­chen Ein­stu­fung che­mi­scher Pro­duk­te in Über­ein­stim­mung mit den sog. UN – Modell­vor­schrif­ten.

In Euro­pa müs­sen Stof­fe seit dem 01.12.2012 in Über­ein­stim­mung mit EG-Ver­ord­nung 1272/​2008 zwin­gend nach GHS /​ CLP ein­ge­stuft wer­den; für Gemi­sche und Lösun­gen (vor­mals: Zube­rei­tun­gen) gilt die­se Ver­pflich­tung seit dem 01.06.2015.

Die­se Ände­run­gen haben Bedeu­tung für die gefahr­stoff­recht­li­che Ein­stu­fung von Pro­duk­ten und zie­hen u.U. trans­port­recht­li­che Pro­ble­me durch häu­fig nicht über­ein­stim­men­de Gefahr­stoff – Kenn­zeich­nung von Pro­duk­ten und  ihrer gefahr­gut­recht­li­chen Ein­stu­fung nach sich.

Ins­be­son­de­re in Bezug auf die Erstel­lung der Sicher­heits­da­ten­blät­ter müs­sen wesent­li­che Ände­run­gen umge­setzt wer­den:

  • Die bis­her übli­chen Gefah­ren­sym­bo­le wur­den durch ein­heit­li­che Gefah­ren­pik­to­gram­me ersetzt, die den Gefah­ren­kenn­zei­chen zw. Gefahr­zet­teln des Gefahr­gut­rechts sym­bol­mäs­sig ange­nä­hert sind.
  • Die bis­her übli­chen R‑Sätze (Risk) wur­den durch H – Sät­ze (Hazard State­ments) mit zusätz­li­chen EUH – Sät­zen für soge­nann­te beson­de­re Gefähr­dun­gen ersetzt
  • Die bis­her übli­chen S – Sät­ze (Sup­ple­men­ta­ry Information)wurden durch P – Sät­ze (Pre­cau­tio­na­ry State­ments) ersetzt.

Da GHS ein von bis­he­ri­gen EU – Rechts­grund­la­gen abwei­chen­des Kon­zept ver­folgt, erge­ben sich Unklar­hei­ten und Unter­schie­de in der gefahr­stoff­recht­li­chen Ein­stu­fung von Pro­duk­ten und Gemi­schen.

Z.B. wei­sen die IATA Gefahr­gut­vor­schrif­ten mehr­fach dar­auf hin, dass GHS – Mar­kie­run­gen auf nicht als Gefahr­gut dekla­rier­ten Pack­stü­cken bzw. GHS – Mar­kie­run­gen, deren Sinn­ge­halt von dekla­rier­ten Gefahr­gut­ei­gen­schaf­ten abweicht als Indi­ka­tor für nicht bzw. falsch dekla­rier­te gefähr­li­che Güter anzu­se­hen ist. Des­halb soll­ten Her­stel­ler, Inver­kehr­brin­ger und Ver­sen­der sol­cher Pro­duk­te ver­stärkt auf die Rich­tig­keit der GHS – Mar­kie­run­gen auf Pack­stü­cken und Ver­pa­ckun­gen ach­ten und erfor­der­li­chen­falls Sicher­heits­da­ten­blät­ter über­ar­bei­ten bzw. anpas­sen.

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Des wei­te­ren erstel­len wir ger­ne auch tech­ni­sche Daten­blät­ter für Arti­kel, wel­che den Anfor­de­run­gen von CLP /​ Reach nicht unter­lie­gen, aber auf­grund von Anfor­de­run­gen bzw. Inter­pre­ta­tio­nen z.B. der US – OSHA ein Sicher­heits­da­ten­blatt erfor­dern, wie z.B. Lithi­um – Bat­te­ri­en.

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